Umweltauswirkungen von KI
KI-Anwendungen können uns beim Schutz von natürlichen Ökosystemen unterstützen, indem sie diese überwacht oder wichtige Daten sammelt und auswertet. Die Digitalisierung und der Einsatz von KI haben jedoch auch negative Auswirkungen auf Umwelt und Klima:
Energieverbrauch
Um große KI-Modelle zu entwickeln, zu trainieren und zu nutzen, wird eine große Menge an Energie benötigt. Diese Energie stammt oft aus fossilen Brennstoffen wie Gas und Kohle, was zur Freisetzung von CO₂ führt und damit unserer Umwelt schadet.
Rechenzentren, die erneuerbare Energien nutzen, produzieren hingegen weniger CO₂. Zusätzlich verbrauchen effizientere Algorithmen weniger Energie.
CO₂: Kohlenstoffdioxid (CO₂) ist ein Treibhausgas. Treibhausgase nehmen Wärmestrahlung von der Erde auf und geben sie in alle Richtungen wieder ab, auch zurück auf die Erde. Die Erde erwärmt sich so. Das ist nötig, damit wir auf der Erde leben können. Wenn sich aber der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre erhöht, erwärmt sich die Erde immer stärker. Rechenzentrum: Ein Rechenzentrum ist ein spezielles Gebäude, in dem Rechentechnik (Computer, Speicher, Netzwerkkomponenten) und die notwendige Infrastruktur (Stromversorgung, Kühlaggregate, Brandschutzeinrichtungen) untergebracht sind.Exkurs
Kühlung und Wasserverbrauch
Rechenzentren speichern und verarbeiten riesige Datenmengen – nicht nur für KI, sondern für alle Arten der Internetnutzung. Durch ihren hohen Energieverbrauch erwärmen sie sich – ihr kennt das vielleicht von Laptops oder Handys, die bei langer Nutzung warm werden. Die in Rechenzentren entstehende Wärme wird oft verschwendet und könnte zum Beispiel zum Heizen verwendet werden.
Zusätzlich benötigen Rechenzentren große Mengen an Kühlwasser. Die Nutzung eines Chatbots erfordert zum Beispiel für 10 bis 50 Antworten etwa einen halben Liter Wasser.
Da verschmutztes Wasser die Rohre beschädigen könnte, wird das Kühlwasser oft aus Trinkwasser gewonnen. Manche Rechenzentren werden an kühlen Orten gebaut, um den Energieverbrauch zu senken.
Rohstoffverbrauch
Die Produktion der Chips, die Server und mobile Geräte antreiben, erfordert große Mengen an Metallen, Mineralien und anderen Rohstoffen. Beispielsweise werden Kupfer und Gold zur Stromleitung sowie Lithium und Kobalt zur Batterieproduktion benötigt.
Zur Herstellung eines zwei Gramm schweren Speicherchips werden 1,3 Kilogramm fossile Brennstoffe und Materialien benötigt. Die Bergbauindustrie, die diese Rohstoffe liefert, ist weltweit verteilt und konzentriert sich häufig auf Länder des globalen Südens. Viele der verwendeten Materialien sind chemisch belastet oder von unbekannter Toxizität und können durch die Wasserverschmutzung in den lokalen Gemeinschaften zu Gesundheitsproblemen und zum Verlust der biologischen Vielfalt führen.
Auf der anderen Seite erzeugen Rechenzentren schwer recycelbaren Elektroschrott: Klimaanlagen und Batterien müssen regelmäßig ersetzt und entsorgt werden. Trotz lokaler Initiativen werden diese Abfälle selten wiederverwendet oder sie werden einfach in andere Länder exportiert.
Über den Kurs
Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Lasst uns gemeinsam in die Welt der KI eintauchen und die Grundlagen dieser Technologie kennenlernen.
In diesem Kurs erfahrt ihr, was sich genau hinter dem Begriff „Künstliche Intelligenz” verbirgt, wie Maschinen lernen und welche Chancen und Risiken der Einsatz von KI mit sich bringt.
Am Beispiel der KI-Bilderkennung wird gezeigt, wie KI-Anwendungen lernen und trainiert werden.
Lernziele
- Ein grundlegendes Verständnis für die Definition und Konzepte der Künstlichen Intelligenz entwickeln.
- Verstehen, in welchen Bereichen und Anwendungen KI eingesetzt wird.
- Die Prinzipien und Methoden des maschinellen Lernens kennenlernen.
- Die grundlegende Funktionsweise von KI-Bilderkennung nachvollziehen.
- Die Chancen und Risiken, die mit dem Einsatz von KI verbunden sind, kritisch bewerten können.
Zukunftskompetenzen
Durch unsere Lernformate vor Ort oder auf unserer digitalen Lernplattform vermitteln wir Zukunftskompetenzen. Besonders wichtig ist uns dabei: Nur wer auch wirklich lernt mit digitalen Werkzeugen, egal ob Soft- oder Hardware, umzugehen, kann eine digitale Zukunft auch aktiv mitgestalten anstatt diese nur zu konsumieren.
- Kritisches Denken
Ausstattung und Materialien: Das braucht ihr für den Kurs
Es werden keine speziellen Materialien benötigt!


