Was hat das Puzzle mit Computern, Algorithmen und Quanten zu tun?
Die richtige Lösung zu finden, ist jedoch sehr viel komplizierter. Denn es gibt eine riesige Anzahl von Möglichkeiten die Puzzleteile zu platzieren. Das Katzenpuzzle gehört zu den schweren Problemen.
Ein einfacher Algorithmus würde alle Möglichkeiten einfach durchprobieren. Der Computer würde alle neun Puzzleteile platzieren und dann prüfen, ob die Anordnung richtig ist. Ist die Anordnung richtig, ist er fertig. Ist sie falsch, probiert er eine andere Anordnung aus.
Stellt euch ein leeres Puzzle vor – also ein Quadrat, in das die Puzzleteile gelegt werden sollen:
- Für das erste Puzzle-Teil gibt es also neun Möglichkeiten, wo es hingelegt werden kann.
- Für das zweite Teil gibt es nur noch acht freie Plätze. Denn ein Puzzle-Teil liegt ja bereits dort.
- Für das dritte Teil gibt es noch sieben freie Plätze. Und so weiter.
- Für das achte Teil nur noch zwei, denn es sind bereits sieben platziert, somit sind nur noch zwei Stellen frei.
- Und beim neunten Teil gibt es dann nur noch eine Möglichkeit.
Anordnung der Puzzleteile
Erstes Teil: 9 Möglichkeiten [multiplizieren mit] zweites Teil: 8 Möglichkeiten [multiplizieren mit] drittes Teil: 7 Möglichkeiten [multiplizieren mit] … neunten Teil: 1 Möglichkeiten.
= 9⋅8⋅7⋅6⋅5⋅4⋅3⋅2⋅1 = 9! Möglichkeiten.
„9⋅8⋅…⋅1“ kann man auch kürzer schreiben als „9!“ (gesprochen: neun Fakultät).
4⋅4⋅4⋅4⋅4⋅4⋅4⋅4⋅4 = 49.
Die ganze Formel
Zusammengesetzt ergibt sich also für unser Katzenpuzzle (3×3) folgende Formel:
9! ⋅ 49 = Anzahl der Möglichkeiten
Um die Formel auch für kleinere und größere Puzzle zu benutzen, können wir sie etwas umschreiben. Unser Puzzle hat neun Teile, da es quadratisch ist und die Seitenlänge drei ist. Wenn wir anstelle der festen Seitenlänge von drei eine Variable nutzen, die wir „n“ nennen, ergibt sich:
K(n) = (n⋅n)!⋅4(n⋅n)
Wenn wir nun die Anzahl an Möglichkeiten für egal welche Puzzlegröße wissen möchten, können wir einfach alle „n“ in der Formel mit der Seitenlänge ersetzten
Und nun in Zahlen
Aufgabe
Könnt ihr die Anzahl der Möglichkeiten berechnen? Benutzt dafür gerne einen Taschenrechner.
K(n) = (n⋅n)!⋅4(n⋅n) Klickt auf die anderen Tabs, um euch mögliche Lösungen anzeigen zu lassen.
Über den Kurs
Wir nehmen oft an, dass Computer eigentlich alles lösen können. Doch es gibt sehr viele Probleme, für die es sehr lange dauert, eine Lösung zu finden. Es gibt sogar einige, die so schwierig sind, dass es hunderte oder tausende Jahre dauern würde, sie zu lösen.
Das Katzenpuzzle sieht kinderleicht aus, gehört aber zu den besonders schwer zu lösenden Problemen. Löst es selbst und findet heraus, warum es für Computer gar nicht so leicht lösbar ist. Keine Sorge, ihr werdet sicher die Lösung finden – vielleicht sogar schneller als der Computer.
Lernziele
- Verstehen, was „schwierige" und was „leichte" Probleme sind
- Unterscheiden, was beim Lösen von Problemen die Limitierung von klassischen Computern ist und warum Quantencomputer hier in Zukunft helfen könnten
Zukunftskompetenzen
Durch unsere Lernformate vor Ort oder auf unserer digitalen Lernplattform vermitteln wir Zukunftskompetenzen. Besonders wichtig ist uns dabei: Nur wer auch wirklich lernt mit digitalen Werkzeugen, egal ob Soft- oder Hardware, umzugehen, kann eine digitale Zukunft auch aktiv mitgestalten anstatt diese nur zu konsumieren.
- Kritisches Denken
- Kritisches Denken
